kleidergottbarbaren und sklavenbadekultur

DIE GESCHICHTE CARNUNTUMS

julius

Ich bin Julius. Eigentlich heiße ich ja mit vollem Namen Gaius Julius Carnuntinus.

Aber alle nennen mich einfach Julius. Du wunderst dich vielleicht über meine Kleidung. Dabei habe ich mich extra fein für dich gemacht.

beschreibung togaDas große Ding, das wie ein Leintuch aussieht, heißt Toga und darunter trage ich die Tunika. Fürchterlich unbequem, aber als echter Römer muss man das ertragen. Ich bin ein echter Römer und stamme aus Carnuntum, einer großen Stadt an der Donau.

Begonnen hat alles vor etwa 2000 Jahren, als der spätere Kaiser Tiberius im Jahr 6 n. Chr. im Raum Carnuntum ein befestigtes Winterlager für seine Truppen errichtete. Es war ein idealer Platz, um die Barbaren jenseits des nördlichen Limes (Grenzwall) im Auge zu behalten und – wenn nötig – sie rasch angreifen zu können. Als „Barbaren“ bezeichneten die Römer übrigens alle Menschen, die eine ihnen unverständliche Sprache verwendeten (ausgenommen jene Völker, die Griechisch sprachen).

Bald entstand neben dem Legionslager auch eine Zivilstadt. In den folgenden Jahrhunderten spielte Carnuntum als Grenzstadt gegen das Barbaricum und später als Hauptstadt der Provinz Oberpannonien immer eine wesentliche Rolle.

Zur Blütezeit Carnuntums (um 300 n.Ch.) erstreckte sich die Stadt auf einer Fläche von ca. 10 km2, hatte rund 50.000 Einwohner und war Stützpunkt der römischen Donauflotte.

Im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte schwand die Bedeutung Carnuntums, weil im Zuge der Völkerwanderung immer mehr Barbarenstämme von Norden her in das Gebiet einfielen und die ansässige Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzten. Wer es sich leisten konnte, packte sein Hab und Gut und zog weiter nach Süden, wo es sicherer war.

Carnuntum geriet daraufhin für viele Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Interesse der Archäologen an der ehemaligen Metropole geweckt und man begann mit den Grabungen auf dem Gelände der ehemaligen Zivilstadt.

UND HEUTE?

Heute verhilft dir das Freilichtmuseum Petronell dazu, eine lebhafte Vorstellung vom vergangenen römischen Leben zu bekommen.
Du findest dort:

 

carnuntumbilder

 

Natürlich bieten wir für dich und deine Freunde ein erlebnisreiches Programm (wie Kindergeburtstage und Sommercamps), wenn du nach Carnuntum kommst:
Informiere dich unter: http://www.carnuntum.co.at/kinder/carnuntum-fur-kinder

Öffnungszeiten:
Archäologischer Park Carnuntum – Freilichtmuseum Petronell
Hauptstraße 1A, 2404 Petronell
Tel: 02163/3377-799, Fax: 02163/3377-5
info@carnuntum.co.at

www.carnuntum.at