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DIE GLADIATOREN gladiatoren

Munera – Gladiatorenkämpfe
Ursprünglich handelte es sich dabei um Kämpfe, die bei Totenfeiern veranstaltet wurden. Beim ersten Gladiatorenkampf im Jahr 264 v.Chr. traten drei Kampfpaare gegeneinander an, aber 90 Jahre später kämpften bereits 74 Gladiatorenpaare. Daran könnt ihr sehen, wie sehr die Römer dieses blutige Spektakel liebten.
Anfangs gab es sogar Freiwillige, die ihren Mut unter Beweis stellen wollten.
Die Munera wurden zu einem Publikumsmagneten, weshalb die Politiker ihren alljährlich stattfindenden Wahlkampf damit aufpeppten. Julius Caesar etwa zeigte bisher noch nie dagewesene Kämpfe und gewann so das Volk für sich.
Die Kämpfer waren in den Gladiatorenschulen einem harten Training unterworfen, wobei sich bald herausstellte, für welche Kampfart sie geeignet waren. Die Schwerbewaffneten waren eher die aktiven, angreifenden Typen. Die leicht bewaffneten Gladiatoren hingegen punkteten mit ihrer Ausdauer und warteten ab, bis ihren Gegnern mit der schweren Ausrüstung die Luft ausging, und griffen dann erst an.
Der Trainer sorgte auch für eine gesunde Ernährung und das Wohlergehen seiner Schützlinge. Gladiatorenärzte kümmerten sich um die Wunden der verletzten Männer.

 

Der Kampf

  1. Die Veranstaltung begann mit einem feierlichen Festzug (Pompa): Würdenträger, Musikanten und Gladiatoren marschierten in die Arena.
  1. Zuerst wurde den Göttern ein Opfer dargebracht.
  1. Dann begann das erste grausame Schauspiel: die Tierhetzen! Exotische Tiere, meist Raubkatzen (aber auch Giraffen!), und heimische Tiere, meist Bären (aber auch Schweine!) lieferten sich tödliche Kämpfe.
  1. Es folgten die Hinrichtungen verurteilter Verbrecher, was den Blutrausch der Zuschauer verstärkte!
  1. Nun traten Neulinge zu ihren ersten Kämpfen mit stumpfen Holzwaffen an.

 

 

Erst jetzt begann der Kampf der Gladiatoren um Leben oder Tod, angefeuert von der rasenden Menge.

Der Kampf war beendet, ...

... wenn einer der beiden Kämpfer tödlich verwundet worden war.
...wenn der Unterlegene aufgab. Anschließend konnte er entweder hingerichtet oder freigelassen werden. (Daumen nach unten – Daumen nach oben!)
...wenn beide Gladiatoren gleich stark kämpften. Ein Unentschieden bedeutete meist, dass beide den Kampf überlebten.

Achtung! In Carnuntum kannst du im Sommer selbst Gladiatorenkämpfe miterleben! Sie verlaufen zwar unblutig, sind aber sehr spannend!