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DIE LEGION

     

DIE RÖMISCHE ARMEE IN CARNUNTUM

Carnuntum wurde im Jahr 6 n. Chr. durch den späteren Kaiser Tiberius als Feldlager gegründet. Der Stadtgründung ging also die Errichtung eines Legionslagers voraus, da hier in Carnuntum entlang der Limes-Grenze (Donau) die Grenzverteidigung sehr wichtig war. Denn die Barbarenstämme von nördlich der Donau versuchten immer wieder ins Römische Reich einzufallen. In Carnuntum waren im Laufe der Jahrhunderte mehrere Legionen stationiert, unter anderem die legio XV Apollinaris.


Auxiliareinheiten waren in einem eigenen Lager untergebracht. Das waren Hilfstruppen, deren Soldaten von nichtrömischer Herkunft waren (etwa Gallier, Spanier, Kreter oder Germanen) und entweder angeworben oder von verbündeten Völkern gestellt wurden.


Bewaffnung eines Legionärs (Berufsoldat):


Als Schutzwaffen dienten Helm und Panzer sowie ein großer (ziemlich schwerer!) Schild.


Als Angriffswaffen verwendete der Legionär das Schwert (Gladius), einen Wurfspeer (Pilum) sowie einen Dolch (Pugio). 


Den Legionären war es ein besonderes Anliegen, ihre Waffen und die Ausrüstung stets blitzblank zu putzen. Erstens wurde das von ihren Vorgesetzten sowieso verlangt, zweitens aber mussten sie Rüstung und Waffen selbst bezahlen.

 

DAS LAGER


Das befestigte Lager (Castra) wurde für den Legionär oftmals zur Heimat für 20 bis 25 Jahre.
Da in der Antike ja grundsätzlich während der Wintermonate nicht gekämpft wurde, mussten die Truppen gelegentlich mehrere Monate im Winterlager (stativa) zubringen.


Das befestigte Sommerlager (aestiva) musste auf Grund von Kampfeinsätzen oft verlassen werden. An den rasch wechselnden Kriegsschauplätzen wurden in aller Eile Marschlager errichtet.

Ein solches Marschlager samt Legionären kannst du bei unserem alljährlich stattfindenden Römerfest sehen. Da musst du unbedingt auch die Marschverpflegung kosten!