kleidergottbarbaren und sklavenbadekultur

DIE SKLAVEN


Ein Sklave war auf Gedeih und Verderb das Eigentum seines Herrn (Patronus). Der hatte ihn auf dem Markt gekauft, ihn vorher genau betrachtet und um seinen Preis gefeilscht. Oder er hatte der Sklaven von seinem Vater geerbt, wie man heute einen Einrichtungsgegenstand erbt.
Sklaven (natürlich auch Sklavinnen) mussten eine Erkennungsmarke mit dem Namen des Besitzers tragen. Das war eine Plakette (bulla), die man am ehesten mit heutigen Hundemarken vergleichen kann.

Sklaven (natürlich auch Sklavinnen) mussten alle Arbeiten verrichten, die man ihnen auftrug. Hatte der Besitzer einen schlechten Charakter, so hatte seine Sklavenschaft wahrlich nichts zu lachen. Der Patronus konnte sie schlagen und demütigen, sie hungern lassen, einsperren oder vergewaltigen, ja er konnte sie sogar töten, ohne sich dafür vor Gericht verantworten zu müssen. Eine Flucht gelang ihnen nur selten.

Wir wissen aber aus schriftlichen Berichten, dass es auch gute Patroni gab, die ihren Sklaven genug zu essen gaben, ihnen eine Weinration zugestanden und sie ordentlich kleideten. Sie kümmerten sich um ihre Sklaven auch, wenn diese krank waren und behandelten sie manchmal sogar wie ein Familienmitglied. Im besten Fall wurde einem Sklaven auch die Freiheit geschenkt.

Du darfst nicht glauben, dass die Römer nach der Eroberung eines Landes nur einfache, ungebildete Bürger versklavten. Auch Handwerker, Architekten, Philosophen, Mediziner und Menschen aus hohen Bildungsschichten wurden auf den Märkten feilgeboten! So kam es, dass in der Antike ein Teil der heute akademischen Berufe von Sklaven ausgeführt wurde: Schreiber, Lehrer, Ärzte, Advokaten, Juristen, Wirtschaftsverwalter waren sehr häufig Unfreie aus fremden Ländern, die wie alle Sklaven auf die Gunst ihres Eigentümers angewiesen waren.

Frauen endeten meist im Haushalt eines reichen Römers, wo sie als Küchenmägde oder als Dienerinnen, Friseurinnen, Kinderfrauen oder Kurtisanen ihren Dienst taten.